Sieben Jahre 1001Geschichte.de
Viel ist inzwischen passiert.
Aufgrund Hunderter Zuschriften zu meinem Buch “Sand in der Seele” hatte ich eines Tages die Idee, eine Website für Bezness-Opfer zu gestalten. Zunächst war diese Idee nur in meinem Kopf, aber langsam formierte sie sich zu einem Bild. Ich beauftragte eine Webdesignerin, all das technisch umzusetzen, was in meiner Vorstellungskraft bereits feste Formen angenommen hatte. Und so entstand 1001Geschichte.de und wurde Ende Februar 2003 ins Netz gestellt. Inzwischen wurde die Seite zweimal neu gestaltet und hat nun ihr entgültiges Design.
Zahlreiche Glückwünsche und positive Resonanzen
Innerhalb kürzester Zeit waren zahlreiche Betroffene auf der Seite und die Diskussionen begannen. Auch die wahren Geschichten ließen nicht lange auf sich warten. Spätestens alle 14 Tage konnte eine neue Geschichte veröffentlicht werden und es dauerte auch nicht lange bis ich einige fleißige Mitstreiterinnen als Moderatoren gewinnen konnte, denn inzwischen war es mir unmöglich, die Seite neben meinem Hauptberuf alleine zu betreuen. Mit soviel Ansturm hatte ich nicht gerechnet.
Hier eine kleine Gästebuchauswahl aus den Anfängen.
Die Medien wurden aufmerksam
Nun dauerte es nicht lange und die ersten Medien wurden neugierig. Allerdings musste immer „Sand in der Seele“ herhalten, wenn es darum ging, auch 1001Geschichte in die Schlagzeilen zu bekommen. Das Eine ist mit dem Anderen untrennbar verbunden, denn nur die Tantiemen aus dem Buch ermöglichten es mir, dieses Projekt zu finanzieren.
Hier Ausschnitte zahlreicher Veröffentlichungen in den Medien
Die Interessengemeinschaft CiB
Die Gründung der Interessengemeinschaft CIB war vorprogrammiert und zwangsläufig. Auch hier gab es täglich enormen Zulauf. Innerhalb eines halben Jahres hatten sich mehr als 150 betroffene Frauen und auch einige Männer angeschlossen. Aber auch zahlreiche Menschen, die einfach nur helfen wollten, fanden den Weg zu uns.
Erste Erfolge
Was 1001Geschichte und auch CIB wirklich erreicht haben, spielte sich natürlich nicht in der Öffentlichkeit oder im Forum von 1001Geschichte ab. So konnten wir vielen Frauen durch unsere Aufklärungsarbeit das Schlimmste ersparen. Wir konnten misshandelten Frauen helfen, sich von ihren Peinigern zu befreien. Wir haben zahlreichen Frauen den richtigen Weg im Umgang mit ihrem orientalischen Mann gezeigt und wir haben mit Hilfe einiger Beziehungen, die sich durch 1001Geschichte ergaben, drei Kinder zurückholen können, die von ihren Vätern in den Orient verschleppt wurden.
Sehr viele Dankesbriefe und Mail’s erreichten die Redaktion. Auch im Forum bedanken sich immer mehr Betroffene für den Beistand und die Hilfe, die ihnen zuteil wurde.
Schwarze Liste
Seit Gründung der Seite führten wir die so genannte „Schwarze Liste“. Auch hier war es von Anfang an erstaunlich, wie viele Frauen doch die Möglichkeit nutzten, nachzufragen ob der neue Bekannte aus diesen Ländern bereits aufgefallen war. Heute ist die Schwarze Liste zur Institution geworden, die tagtäglich mehrfach genutzt wird.
Insgesamt haben wir Tausende von Anfragen und mehr als 1500 gemeldete “Beznesser”. Auch konnten wir anhand der Liste bereits mehrere „Beznesser“ entlarven und viele Frauen vor ihren neuen Bekanntschaften warnen und die Betroffenen zum Erfahrungsaustausch zueinander führen.
Die erste Auszeichnung
Im Jahr 2005 wurde 1001Geschichte erstmals ausgezeichnet. Sie darf sich seither zu den 6.000 besten deutschen Webseiten zählen. Auch für 2009 wurde uns diese Auszeichnung zuteil.
Das erste Treffen der CIB-Interessengemeinschaft
Schon beim ersten Treffen der CiB- Mitglieder wurde deutlich, wie sehr doch alle im gleichen Boot saßen, wie verbunden wir uns fühlten und wie wichtig es war, dass CiB zur festen Institution werden muss.
So wurde der Gedanke an einen eingetragenen Verein geboren und dank des unermüdlichen Einsatzes meiner Mitstreiter/innen konnte CiB e.V. im November 2005 in das Vereinsregister eingetragen werden und wurde als „gemeinnützig“ anerkannt. (siehe dazu unsere Seite (CiB e.V.)
Zunehmende Anerkennung
Zahlreiche Behörden, Institutionen und Verbände verweisen inzwischen auf uns, wenn es “brennt“ und Bezness- Opfer Hilfe benötigen. Insbesondere Ausländerbehörden geben heiratswilligen Frauen und frisch Verliebten, die ihre Einladungen zur Behörde bringen, die Adresse 1001Geschichte gerne weiter. Anwälte, Polizei und einige Botschaften arbeiten bereits mit uns zusammen.
Das erste CiB e.V. – Mitglieder -Treffen
Am 18. März 2006 war es soweit. Die seit der Vereinsgründung eingetragenen Mitglieder trafen sich in der Mitte Deutschlands. Auf diesem ersten Treffen wurden die Initiativen besprochen, die CiB e.V. noch in diesem Jahr durchziehen wollte und auch durchzog.
Ende März 2007 trafen sich die Mitglieder von CiB e.V. zur 2. Mitgliederversammlung.Die dritte MV fand im April 2008 statt. Die Mitgliederzahl hat sich inzwischen verdreifacht. Auf der MV 2009 wurde der neue Vorstand gewählt. (siehe Impressum CiB e.V)
Erfolge
Im Oktober 2007 wurde „Bezness“ vom Menschenrechtsbund in der Deutschen Liga für Menschenrechte e.V. als Menschenrechtsverletzung anerkannt. Auch die Ausländer- und Polizeibehörden, in unseren Nachbarländern, sowie die Schweizer Botschaften arbeiten inzwischen (wenn es brennt) mit CiB e.V. zusammen.
Neben ständiger Öffentlichkeitsarbeit (Zeitungsberichte, Fernsehsendungen) etc., die Aufklärung brachten, wurden Petitionen verfasst und Eingaben an die entsprechenden Behörden gemacht. CiB e.V. möchte erreichen, dass Bezness-Opfer künftig mehr Chancen haben, Gerechtigkeit zu erfahren, was ihnen bis heute versagt bleibt.
Bezness soll u. A. als Betrug anerkannt werden. Siehe dazu unsere Powerpoint-Präsentation (Menue)
Dafür kämpfen wir und dafür stehen wir mit unserer ganzen Kraft.
Gemeinsam sind wir stark!
Herzlich
Ihre
Evelyne Kern
Stand: 13.02.2010
